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Krankheiten überwinden ...

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Meine tägliche Ablaufroutine beginnt meistens morgens gegen 8 Uhr, wenn ich am PC sitze, meinen Blutdruck messe und Bank-, Post- und andere Informationen per Internet abrufe. Vor drei Monaten begann es genau so wie jeden Tag; nichts ahnend saß ich auf meinem Bürostuhl, trug das erste Messergebnis meines erhöhten (aber nicht dramatisch!) Blutdrucks in meine Spreadsheet-Tabelle ein als es plötzlich in meinem Kopf zu Schwanken begann. Das Bild vom rechten Auge kippte schräg nach links oben, mein rechtes Bein war wie gelähmt und ich konnte nicht mehr richtig sprechen ... ich erschrak und dachte laut: “ Was ist bloss mit mir los ...?” Ich ahnte, was dort in mir begann, und nach einer kurzen Schreckenszeit rief ich meine Frau, nicht deutlich aber so laut, dass sie bemerkte, dass etwas Besonderes passiert war. Als gelernte Arzthelferin war für sie die Situation schnell klar: Stroke, ein Schlaganfall - Telefon 112!

Nach kurzer Zeit hörte ich schon die Sirenen des Notarztwagens sich nähern - ich sass da immer noch schön sicher in meinem großen Bürostuhl als um mich herum auf einmal der Notarzt und dessen Helfer durch das Zimmer eilten und an mir herum zu manipulieren begannen. Blutdruck, EKG, Spritze, das volle Programm. Zeitweise wurde es wieder besser, aber dann begann obendrein auch noch ein überwältigendes Würgen, das Frühstück und der gesamte Mageninhalt ... das ganze dauerte über 2 Stunden, bis ich schon im Krankenbett war ... ab ins Krankenhaus! Der Stroke hatte das Zentralgehirn einschließlich Brechreizzentrum getroffen ...

Dann ging es ab durch das Treppenhaus in den NAW, das rechte Bein schleifte am Boden, ich konnte es nicht halten. Es war ein schöner kalter Samstag Morgen ... 10 Minuten bis zur Notaufnahme im Krankenhaus, EKG, Spritze, CT ... das Schlimmste war das Würgen und das Umbetten auf engstem Raum, die armen Leute bei meinen rd. 2 Zentnern Lebendgewicht! Wie ein nasser Sack, bewegen konnte ich mich nicht, aber genau denken und alles beobachten, was mit mir so da passierte ...

heute denke ich, das Allermerkwürdigste war, dass ich innerlich ganz ruhig und gelassen war ....

Nach 15 Minuten kam der Call: “ Keine Blutungen im Gehirn - ab in die nächste Stroke-Unit, 50 km entfernt!” Der junge NAW-Fahrer muss ein Formel-1-Fan gewesen sein, mit Tatü-Tata und Vollgas brummte er in Rekordzeit über die Autobahn, die letzten Magenreste, die  noch in mir waren kamen da rausgeflogen ... und ich summte meinen ‘Favourite’  Worshipsong, “Bless the Lord, oh my Soul, ... sing like never before, worship Your Holy Name” (10.000 Reasons von Kim Walker Smith), das Lied, das ich in letzter Zeit so oft gehört, mitgesungen und verinnerlicht hatte ... what a real blessing!!!  Ich war nicht allein - geborgen in Seiner Hand wie es in der Bibel steht!

In Rekordzeit angekommen, ging es nachdem die nächste Schüssel voll war, nochmals ins CT und dann auf die Stroke-Unit ... zum Ausruhen keine Zeit, denn eine Heerschar von Ärzten begannen, mich mit Fragen von links und Aufforderungen von rechts ‘Das und Jenes zu Tun’ zu bombadieren. Mittlerweile war es 10.15 - 2 Stunden nach dem Vorfall. Insider wissen, wie wichtig der Zeitfaktor bei solchen Gefäßverschlüssen ist. Endlich ließ der Würgereiz nach. Dann die Frage: “Lyse - ja oder nein? Das Risiko besteht, dass diese zu inneren Blutungen führen kann, aber die kann man beherrschen!” (Wie immer das zu deuten sein mag?)  OK. Ich war ziemlich ruhig und erstaunlich zuversichtlich, ohne zu wissen, was da kommen würde ... dann wurde ich (man hatte mich an beiden Händen zuvor ‘verkabelt’) an die Infusionsschläuche angeschlossen und es ging los.  Das Blut wurde extrem stark verdünnt, damit sich die Gefässverschlüsse im Gehirn auflösen sollten ... die ganze Prozedur mit 2 Ampullen dauerte bis in den Nachmittag ... ich war unrasiert, ungewaschen und fern der Heimat, trug weil es mir auf dem Transport so kalt war noch meinen Pullover, war völlig verschwitzt und fühlte mich dreckig, aber das Ganze störte mich nicht im Geringsten ... ich hatte das feste Gefühl, dass hier alles zu meinem Besten würde ... Praise the Lord, oh my soul ...!!!

Auf weitere Einzelheiten kann ich verzichten - ich war ruhig und besonnen und irgend wie zufrieden - warum weiss ich nicht. Es wurde abends schnell besser mit den Taubheitsgefühlen. Mit einem plötzlichen tauben Gefühl rechts  im Bein rief ich nach der Nachtärztin, aber die beruhigte mich, das wäre normal. Kurzum, am nächsten Morgen stand ich vor meinen Bett, etwas wackelig, aber ich stand. Das Highlight war am Tag 3, ich konnte mich alleine duschen!!!  Das Ganze hat mehr als eine halbe Stunde gedauert - zum Einen weil ich noch recht schwach und wackelig auf den Beinen war, zum Anderen, weil ich es einfach so genoss, dass ich mit dem warmen Wasser nicht aufzuhören wagte.

Nach einigen Untersuchungen war ich am Tag 7 wieder zu Hause. Welch ein Gefühl der Freude, der Erleichterung - und der Dankbarkeit! Ja dankbar, dass bin ich und ich weiss auch ganz genau WEM! Den Ärzten, Schwestern und Helfern - und meinem unsichtbaren Arzt und Erretter! Auch auf dieser Reise war ich nicht allein - meine Höhere Macht Jesus Christus war bei mir, in jeder Minute und bei jedem Augenblick, wo ich so einfach nur da lag... Praise the Lord! Ich weiss es, weil ich IHN in den letzten 15 Jahren ganz bewusst in so vielen Momenten meines Lebens gespürt habe, in kleinen scheinbar unbedeutenden, aber auch in wichtigen ‘pro Leben’ entscheidenden Situationen während meiner Genesungs- und Erneuerungsreise mit meinem himmlischen Vater, Seinem Sohn und dem Heiligen Geist, mit denen ich in einer engen Beziehung und Freundschaft zu leben versuche ... one day at a time ...

Zum Abschied habe ich meinem Stationsarzt dankend gesagt: “ Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieses Ganze, was ich erlebt habe, zu meinem Guten war und mich wieder ein Stück auf meiner Reise nach Vorne bringen wird ...!”

Gott segne euch und eure Reise mit IHM

Rolf

PS Nach diesem Ereignis haben meine Worte im Schritt 1 “ Ich bin machtlos ...” eine neue tiefere Dimension erlebt ...

 

  Lyrics:

"10,000 Reasons (Bless The Lord)"

Bless the Lord, O my soul
O my soul
Worship His holy name
Sing like never before
O my soul
I'll worship Your holy name

The sun comes up, it's a new day dawning
It's time to sing Your song again
Whatever may pass, and whatever lies before me
Let me be singing when the evening comes

Bless the Lord, O my soul
O my soul
Worship His holy name
Sing like never before
O my soul
I'll worship Your holy name

You're rich in love, and You're slow to anger
Your name is great, and Your heart is kind
For all Your goodness I will keep on singing
Ten thousand reasons for my heart to find

Bless the Lord, O my soul
O my soul
Worship His holy name
Sing like never before
O my soul
I'll worship Your holy name

And on that day when my strength is failing
The end draws near and my time has come
Still my soul will sing Your praise unending
Ten thousand years and then forevermore

Bless the Lord, O my soul
O my soul
Worship His holy name
Sing like never before
O my soul
I'll worship Your holy name

Jesus, I'll worship Your holy name
Lord, I'll worship Your holy name

Sing like never before
O my soul
I'll worship Your holy name
Jesus, I'll worship Your holy name
I'll worship Your holy name

 

Copyrights MATT REDMAN LYRICS

 

                                                                                  

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