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Lebensgeschichten und Erfahrungen
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„Wir sind hier um Erfahrung, Kraft und Hoffnung weiterzugeben ...!”
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Gott vollbrachte, was ich für mich nicht tun konnte
1980 kam ich in die Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker. Welch eine Erleichterung, ich brauchte nicht mehr die Lasten von Schuld und Scham, der Angst, Verzweiflung und ständigen Selbstanklage alleine zu tragen, die eine solche Sucht in sich trägt. Ich liebte diese Gemeinschaft und meine neuen Freunde über alles, denn sie gaben mir Halt und eine Ausrichtung für meinen Lebensalltag. Ich fühlte mich angenommen, dass ich einfach dazugehörte zu „meiner Familie” und hatte große Hoffnungen für meine Zukunft. Ich erholte mich von meinen Trinkeskapaden sehr schnell und mein Leben wurde wieder erträglich und normal. Mein Mann und meine Kinder waren glücklich und zufrieden, das Vertrauensverhältnis zwischen uns schien sich langsam zu stabilisieren und ich fühlte mich einfach gut. Ich arbeitete im Programm – wie mir empfohlen wurde - täglich an einem der 12 Schritte und es ging mit mir wirklich Schritt für Schritt Berg auf. 1984 nahm ich während einer Evangelisation Jesus Christus als meinen Herrn und Erretter an. Ich fühlte mich wie neugeboren und es war einfach ein wunderbares neues Leben.
12 Jahre später begann ich, hin und wieder mal ein Gläschen zu trinken und nach 2 Jahren war ich wieder voll drauf – zurück in der Hölle des Alkohols! Nie hätte ich geglaubt, dass es mir passieren könnte. Ich ging doch regelmäßig in die Kirche, las in der Bibel, betete, sorgte umsichtig für meine Familie und war über alles so voller Stolz und Frömmigkeit – ein eiskalter Schock! Ich vermute, dass ich einen einfacheren, bequemeren Weg gehen wollte und das 12-Schritte–Programm vernachlässigte. Ich teilte meine Erfahrung, Kraft und Hoffnung nicht mehr mit den Menschen, die mich verstehen konnten, und gab nichts mehr von mir weiter. Ich erinnerte mich an den alten AA Spruch: „Du kannst es nur behalten, wenn du es weitergibst!“ Meine Familie war entsetzt über meinen Rückfall. Ich schämte mich zutiefst, am meisten vor meinen alten AA Freunden, die mich jedoch mit viel Liebe und großer Geduld aufnahmen, als wäre überhaupt nichts passiert. Aber all das half nichts. Nichts funktionierte mehr in meinem Kopf. Meine Familie betete für mich und sorgte für eine Therapie in einer Spezialklinik für Alkoholkranke. Aber aus Angst davor (?) betrank ich mich sinnlos, so dass meine Tochter den Notarzt holen und mich sofort ins Krankenhaus zur Entgiftung bringen musste.
Ich war am Ende. Ich grämte mich, dass ich die Menschen, die ich am meisten liebte, so verletzend behandelte. Und ich glaubte, dass Gott mich so nicht mehr lieben könnte. Aber der Herr gab mir die Zeit und Ruhe, die ich brauchte, um über mich und mein Leben nachzudenken. Langsam gewann ich wieder Zutrauen zu mir, zu meinen Mitmenschen und zu Gott. Jesu heilende und fürsorgliche Kraft, Seine Vergebung und bedingungslose Liebe begannen zu wirken, Schritt für Schritt und Tag für Tag. Auch meine Familie konnte an meinem Heilungsprozess teilnehmen, so gewannen wir allmählich unseren Glauben, Frieden und Vertrauen in Gott und in unser Leben zurück. Welch ein Segen!
Aber da war die Angst, was passieren würde, wenn ich die friedvolle Umgebung dieser Therapieeinrichtung wieder verlassen müsste. Gab es Freunde in den Gruppen von AA, mit denen ich auch meine Liebe zu Jesus Christus, die nun stärker als je zuvor war, teilen konnte? Ein Freund meines Bruders nahm mich 6 Monate später mit zu meinem ersten Meeting bei Overcomers Outreach, einer Christlichen 12-Schritte- Dienstgruppe. Nun hatte ich alles, was ich für meinen Genesungsweg brauchte, eine Gemeinschaft, in der ich offen und ehrlich über meine Sucht und meine Probleme sprechen konnte und der Name Jesus Christus nicht mit Skepsis und Argwohn bedacht oder gar mit Spott verhöhnt wurde.
Mein Leben hat sich seitdem Tag für Tag zum Positiven gebessert. Ich habe gelernt, dem Herrn in allen meinen Angelegenheiten zu vertrauen und für mich in jedem Augenblick Verantwortung zu übernehmen. Beides scheint sich zu widersprechen. Ich muss aufpassen, dass in meinem Leben Gottes Wille geschieht. Ich bin machtlos – nicht nur über meine Alkoholabhängigkeit, sondern auch auf den Einfluss von anderen Menschen, Situationen und alles das, was in meinem Leben geschieht und ich nicht ändern kann. Leben und leben lassen! Loslassen und Gott überlassen.
Das Gelassenheitsgebet ist für mich zu einem täglichen Wegweiser geworden, nämlich die Dinge verändern zu wollen, die ich ändern kann, die anderen Dinge in meinem Leben, die ich nicht ändern kann, zu akzeptieren und um Gottes Weisheit zu beten, um die richtige Erkenntnis meiner Gedanken und Handlungen geschenkt zu bekommen.
Die Erfahrungen meines Rückfalls haben mich zu einem neuen und stärkeren Menschen gemacht. In den O.O. Gruppen lerne ich täglich, wie ich Ihm dienen kann, d.h. etwas von dem göttlichen Geschenk zurückgeben zu dürfen, was ich kostenlos und unverdient bekommen habe. Ich möchte hiermit so vielen Menschen Dank sagen – und meinen Herrn und Erretter loben, preisen und danken. Ich möchte heute mein Leben so führen, dass es Ihm gefällt. Dazu brauche ich die Hilfe der Menschen um mich herum und meine tägliche Anbetung zu Gott, denn:
„Gott vollbrachte das Wunder in meinem Leben,
das ich niemals selbst hätte tun können!“
G
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Gottes Antwort auf meine Gebete
Seit ich 15 war, erinnere ich mich, dass ich mit Ängstlichkeit, Depressionen und zwanghaften Verhaltensweisen zu kämpfen hatte. Ich begann meine unendliche Reise mit ungezählten Besuchen bei verschiedensten Ärzten, Psychiatern, Psychologen und vielen anderen Hilfsinstitutionen. Seit dieser Zeit befand ich mich (ohne es zu wissen!)in einer ewigen Spirale von Suchtmitteln angefangen von Beruhigungspillen, über Anti-Depressiva bis zum Alkohol, der die einzig wirksame Lösung schien, mit meinem Sorge vollen Leben klar zu kommen. Ich schluckte immer mehr Pillen und Pillen ohne erkennen zu können, dass ich bereits von ihnen abhängig war. Meine Ärzte haben das auch nicht erkannt. Ich brauchte immer mehr davon. Darauf folgten diverse stationäre Therapien und Krankenhausaufenthalte, die Teilnahme an verschiedenen Therapie- und Selbsthilfegruppen, aber nichts half.
1981 nahm ich Jesus Christus als meinen Herrn und Retter an und mit Gottes Hilfe versuchte ich, mich langsam aus diesen Süchten und Abhängigkeiten auszuschleichen, konnte aber niemals vollständig und endgültig damit aufhören. Ich las viele Bücher über Sucht und Suchttherapien und wollte einen letzten Entzug wagen, um damit Schluss zu machen. Aber das war die Hölle! Ich erlebte fürchterliche körperliche und seelische Zusammenbrüche und musste mir von meinem Arzt wieder eine neue Medikation verordnen lassen. Ich war natürlich enttäuscht und fühlte mich von Gott verlassen. Ich betete und suchte fieberhaft und verzweifelt nach alt bekannten und neuen Hilfeangeboten, um endlich von diesem Stoff loszukommen: Therapiegruppen, Psychiater, Psychologen, Gebete mit Gemeinde- freunden und in christlichen Hauskreisen und alles begann wieder von vorne. Mein Geistes- und Gefühlsleben waren wie auf einer Achterbahn und im Kettenkarussell zugleich. Ich war frustriert und verärgert auf Gott und die Welt, auf die Ärzte und all die Spezialisten und Fachleute, die angebliche Lösungen parat hatten, aber nichts funktionierte!
Dann entdeckte ich bei einem Arztbesuch eine Broschüre von einer christlichen Gemeinschaft, die sich anscheinend mit meinen Problemen auskannten: Overcomers Outreach. Aber ich blieb skeptisch und vorsichtig. Es gab ein kleines Arbeitsbuch zu kaufen mit dem Titel FREED - was soviel wie Freiheit bedeutet. Das las ich zunächst einmal in aller Ruhe durch bevor ich näheren Kontakt mit einer O.O. Gruppe aufnahm. Aber ich fühlte mich vom ersten Augenblick an wie in einer großen Familie, von den neuen Freunden sofort angenommen mit meinem zerbrochenen Wesen und meinen unendlichen Fehlern und Schwächen, und gelacht haben wir, es wurde (zu meinem Erstaunen) viel gelacht, aber auch geweint. Meine große Skepsis und der tiefsitzende Zweifel wegen meiner so lang ersehnten Genesung begannen dahin zu schmelzen.
Als wir den ersten Schritt aus dem Buch vorlasen und gemeinsam reihum jeder dazu etwas aus seinem Leben erzählte, fühlte ich, dass Gottes Geist bei uns gegenwärtig war und dieses Gefühl des Friedens und der Freiheit hat mich bis heute nicht verlassen.
Die ersten Schritte, dass ICH meinen Problemen gegenüber MACHTLOS bin (Schritt 1), haben in mir so viel Kraft und Hoffnung freigesetzt, dass ich diese Dinge allesamt Gott anvertrauen kann (Schritt 2) und ich nicht mehr länger kämpfen muss, dass ich in mir eine solche Erleichterung, nein besser Riesenfreude und immense Befreiung verspürte, die einfach unbeschreiblich sind. Alle Ärzte und Fachleute haben mir immer wieder gesagt, dass ich mein Problem selbst lösen muss. Die erniedrigenden Gefühle, immer wieder zu versagen, die Gedanken, dass ich wohl nicht mehr „alle Tassen im Schrank“ habe, machten mich voller Scham und Schuld kränker und kränker und zogen mich nur noch tiefer hinab. Aber damit war jetzt Schluss! Ich übergab mein Leben und meinen Willen an Jesus Christus im 3. Schritt des Programms: Ich kann nicht – Gott kann – Ich überlasse es Ihm!
Langsam schreite ich im Programm voran und ich beginne zu erahnen, dass ich nun mein Leben aus dem Blickwinkel Gottes betrachte. Meine eigene Vergangenheit, die mir so verabscheuenswürdig und schamvoll vorkam, erscheint auf einmal in einem ganz anderen Licht wie eine spannende Reise in meine frühen Jahre der Kindheit, Jugend und des Erwachsenwerdens. Ich sehe heute einen stetigen Reifeprozess in mir, in dem noch vieles im Argen liegt, aber schon einiges erneuert und verschönert wurde. Ich fange an, mich und mein Leben zu lieben - so wie Gott es tut. Und ich versuche, die Menschen zu lieben – so wie Gott es tut. Schwierigkeiten in den Beziehungen werfen mich nicht mehr um oder kränken oder verletzen mich nicht mehr so, denn ich weiß, der keiner perfekt ist, auch ich nicht. Irgend jemand hat einmal gesagt, du sollst dein Leben wie einen „leichten Überhang“ tragen, dich nicht so ernst nehmen. Wenn ich also heute rückwärts schaue, dann kann ich behaupten, dass meine Gebete von Gott erhört wurden.
Ich versuche, Gottes Antwort für mich an andere Menschen, die heute noch so leiden, wie ich einst gelitten habe, weiterzugeben.
Es gibt eine Lösung: Jesus Christus.
Vielleicht findest du Ihn in einer der Gruppen von Overcomers Outreach ...
L.
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